Entlassung aus dem Vertrag durch Einigung und Erfüllung: Was Sie wissen müssen

Wenn zwei Parteien einen Vertrag abschließen, wird von jeder Partei erwartet, dass sie ihren Teil der Vereinbarung erfüllt. Es können jedoch Umstände eintreten, unter denen eine Partei nicht in der Lage ist, ihre Verpflichtungen vertragsgemäß zu erfüllen. In solchen Situationen kommt das Konzept der Vereinbarung und Erfüllung ins Spiel.

Einigung und Erfüllung ist eine Rechtslehre, die es den Parteien ermöglicht, einen Vertrag zu beenden, ohne ihre Verpflichtungen vollständig zu erfüllen. Sie beruht auf dem Grundsatz, dass eine neue Vereinbarung zwischen den Parteien die ursprüngliche ersetzen kann und die neue Vereinbarung als vollständige Erfüllung des ursprünglichen Vertrags angesehen wird.

Nach dieser Doktrin kann die Partei, die nicht in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, der anderen Partei einen Kompromiss oder eine Vereinbarung anbieten, die, wenn sie angenommen wird, den ursprünglichen Vertrag auflöst. Der Kompromiss könnte in Form einer Zahlung eines geringeren Betrags als ursprünglich vereinbart oder in Form einer anderen Art der Leistung als ursprünglich vorgesehen erfolgen.

Nehmen wir zum Beispiel an, dass John Sarah beauftragt, sein Haus für 5.000 Dollar zu streichen. Aufgrund unvorhergesehener Umstände ist Sarah jedoch nicht in der Lage, die Arbeiten auszuführen. In diesem Fall kann Sarah John einen Kompromiss oder eine Vereinbarung anbieten, nur die Außenseite des Hauses für 2.500 Dollar zu streichen. Wenn John dieses Angebot annimmt, wäre der ursprüngliche Vertrag erfüllt und beide Parteien wären von ihren Verpflichtungen entbunden.

Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass für die Rechtsverbindlichkeit einer Vereinbarung und Erfüllung bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Zu diesen Voraussetzungen gehören:

1. Mitteilung des Angebots: Die Partei, die den Kompromiss anbietet, muss das Angebot der anderen Partei klar und unmissverständlich mitteilen.

2. Annahme des Angebots: Die andere Partei muss das Angebot ohne jeden Vorbehalt oder jede Bedingung annehmen.

3. Gegenleistung: Der Kompromiss muss durch eine neue Gegenleistung gestützt werden, z. B. durch die Zahlung eines geringeren Betrags oder die Ausführung einer anderen Art von Arbeit.

4. Absicht zur Erfüllung: Beide Parteien müssen die Absicht haben, den ursprünglichen Vertrag durch eine Einigung und Erfüllung zu erfüllen.

Wenn eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt ist, ist die Vereinbarung möglicherweise nicht rechtsverbindlich, und die Parteien können weiterhin für den ursprünglichen Vertrag haftbar gemacht werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Doktrin der gütlichen Einigung den Parteien ein nützliches Instrument an die Hand gibt, um einen Vertrag zu beenden, ohne ihre Verpflichtungen vollständig zu erfüllen. Es ist jedoch wichtig, sicherzustellen, dass alle rechtlichen Anforderungen erfüllt sind, um künftige Streitigkeiten oder Verbindlichkeiten zu vermeiden. Wenn Sie in Erwägung ziehen, einen Vertrag nach dem Prinzip der gütlichen Einigung und Erfüllung aufzulösen, sollten Sie sich von einem qualifizierten, im Vertragsrecht erfahrenen Rechtsanwalt beraten lassen.